"GARTENTIPPS"


Die Zwiebel - gesunde Schärfe

Kompost - Teil 1

Kompost - Teil 2

Kompost - Teil 3

Ringelblume

Wissenswertes zu Tomaten und Chili

Biologisch gärtnern

Moos im Rasen

Wissenswertes über Kräuter

Baumanstriche

Allgemeines zum Rosenschnitt

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Thymian

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Salbei

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Lavendel

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Ysop

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Oregano / Dost

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Majoran


Die Zwiebel - gesunde Schärfe

Sie stärkt den Magen, lindert Husten und senkt die Blutfette - die wohl älteste Kulturpflanze der Welt. Sie wird schon seit etwa 5.000 Jahren als Nahrungsmittel und Heilpflanze verwendet. Aus der Volksheilkunde ist die Küchenzwiebel längst nicht mehr wegzudenken. Schon unsere Großmütter wussten ihre Heilkräfte zu schätzen.

Die Speisezwiebel

Die Mutter aller Zwiebeln ist auch als Haushalts- oder Küchenzwiebel bekannt und stammt vermutlich aus Asien.

Die Gemüsezwiebel

Die großen und bis zu 200 g schweren Gemüsezwiebeln stammen hauptsächlich aus Spanien. Ihre trockene Schale ist hellbraun bis kupferfarben. Darunter liegt weißes, saftiges Fruchtfleisch, das im Geschmack etwas milder und süßlicher ist als das einer gewöhnlichen Speisezwiebel.

Die rote Zwiebel

Diese Zwiebel hat eine rote bis dunkelviolette Schale, die besonders dünn ist. Mit ihrer milden Schärfe und ihrem leicht süßlichen Geschmack ist sie besonders beliebt für Salate.

Die weiße Zwiebel

In Südeuropa schätzt man sie sehr wegen ihres milden und feinen Geschmacks.

Die Schalotte

Die edle kleine Zwiebel gibt es in verschiedenen Formen von länglich bis rund.

Die Frühlingszwiebel

auch Lauchzwiebel genannt, erinnert optisch eher an Lauch, ist aber eine Verwandte der Speisezwiebel.

Silber oder Perlzwiebel

diese Sorten sind näher mit dem Lauch verwandt als mit der Speisezwiebel. Sie werden meistens als sauer eingemachte Konserven angeboten.

Winterheckenzwiebel

Die Winterheckenzwiebel ist ein winterhartes, ausdauerndes Zwiebelgewächs, das jedoch keine Zwiebeln ausbildet. Je nach Witterung beginnen die grünen Zwiebelschlotten bereits im Februar auszutreiben – unser erstes Frühlingsgemüse neben den Wildkräutern.
Roh ist die Zwiebel am wirksamsten, aber nicht alle vertragen das. Auch leicht gedünstet genossen stärkt sie den Magen, hilft mit, dass sich die Schleimhäute regenerieren, ist harntreibend und entwässernd.


Hier einige Tipps:

Saubere Schale in der Suppe mit kochen. Macht eine schöne Farbe und ist gesund.

Natürlich Eier färben mit Zwiebelschalen, je nach Farbe der Eier von gelb bis braun.

Zwiebeln, die bei der Lagerung austreiben, so in ein Glas setzen, dass die Wurzeln Wasser bekommen, hell stellen. Das keimende Zwiebelgrün (Schlotten) in der Küche verwenden.

Zwiebelsirup: eine ganze Zwiebel fein hacken mit drei Esslöffeln Zucker vermischen. 1/8 l Wasser dazu und einige Minuten leicht köcheln lassen. Einige Stunden stehen lassen, durch ein Tuch auspressen und den Saft bei Husten mehrmals täglich einnehmen.

Großmutters Zwiebelsalbe. Zwiebel fein hacken und mit Schweineschmalz langsam braten, bis die Zwiebelstücke glasig sind und leicht Farbe annehmen. Erkalten lassen und bei Husten auf Brust und Rücken verteilen.

Auch als Wickel hat die Zwiebel gesundheitsfördernde Wirkung.

Auch so mancher Insektenstich schmerzt weniger, wenn man Zwiebel draufgibt.

Für alle die unter Schnupfen leiden. Eine halbe Zwiebel auf dem Nachtkästchen hilft eine freie Nase zu bekommen.

Als homöopatische Globoli helfen sie die ersten Symptome von Erkältungen zu bekämpfen wie zum Beispiel tränende Augen und rinnende Schnupfennasen. Was die Zwiebel verursacht, wenn man sie aufschneidet, wirkt in der Homöopathie gegen genau diese Problematik

KOMPOST - Teil 1

In unserer Gemeinde haben wir verschiedene Möglichkeiten, Bioabfälle zu entsorgen.

Der Bioeimer mit wöchentlicher bzw. zweiwöchentlicher Entleerung seitens der Gemeinde

Alle Bioabfälle wie Zaun-, Strauch- und Grasschnitt, Vertikutiergut, Wurzelstöcke und sonstige Gartenabfälle können kostenlos in die Kompostieranlage Schnellnberger (Rinnhub) gebracht werden. Größere Mengen werden nach Rücksprache mit Herrn Schnellnberger auch beim Haus abgeholt (Preis nach Vereinbarung).

Im Herbst gibt es die jährliche Sammelaktion (Kleinmengen), wo Strauch- und Zaunschnitt für einen kleinen Unkostenbeitrag von der Gemeinde abgeholt wird.

Eigenkompostierung ist ein Beitrag zum Klimaschutz, weil Kohlendioxidemissionen für den Transport, sowie die Produktion von Mineraldüngern, Pflanzerde und Pflanzenschutzmitteln unterbleiben.

Kompost - das Gold des Gärtners

Die verrotteten Bioabfälle fördern gesundes Wachstum der Pflanzen, versorgen diese nicht nur mit Nährstoffen, sondern liefern auch gleich „Medizin“ um Krankheiten abzuwehren und Schädlinge zu bekämpfen. Wissenschaftler haben sogar antibiotika-ähnliche Substanzen entdeckt. Und so einfach geht das Kompostieren:

Standort:

Ein halbschattiger, gut erreichbarer Platz auf gewachsenem Boden. Eine kleine Hecke oder ein nicht allzu großer Baum sind gute Nachbarn. Dort fühlen sich die Kompostwürmer und Bakterien wohl und arbeiten rasch an der Umsetzung der Stoffe.

Es sollte genug Platz zum Sammeln, Sortieren und Häckseln sein.

ACHTUNG: Pralle Sonne trocknet den Kompost aus!

Im Handel werden verschiedene Kompostbehälter angeboten. Sie sollten ca. 1 m³ Fassungsvermögen haben, damit sich die richtige Wärme entwickeln kann. Diese Kompostsilos sind vor allem in kleineren Gärten platzsparend und können evt. selbst hergestellt werden.

Für frische Küchenabfälle ist zumindest ein geschlossener Behälter empfehlenswert.

In der Praxis haben sich drei Behälter bewährt, um immer genügend Platz zu haben.

ACHTUNG: Die große Oberfläche bei Gitter- und Lattensilos begünstigt das Austrocknen!

Ideal wäre eine sog. Miete. In dieser kleinen Erdfabrik rottet der organische Abfall sehr schnell, schon nach 4 – 6 Monaten haben Sie fertigen Kompost.

Kompost braucht eine Haut

Kompost sollte immer abgedeckt sein, entweder mit Kompostflies oder mit Rasenschnitt -das verhindert die Austrocknung und hält warm.

Material für den Kompost

Aus dem Garten : Laub, Rasenschnitt, abgeschnittene Blütenstauden, Stroh, Jätgut, Pflanzenabfälle, Äste, Rasenziegel, Sägespäne, Reisig, Fallobst

Aus dem Haus : alte Erde aus Blumentöpfen und Balkonkästen, Schnittblumen, Federn (nur in geringen Mengen), Haare, Wolle (Schaf- oder Baumwolle), Holzasche

Aus der Küche : Gemüse und Obstreste (in kleineren Mengen auch Orange-, Zitronen- und Bananenschalen), Kaffe- und Teefilter

ACHTUNG: . Niemals gekochte Abfälle wie Kartoffeln, Nudeln, Reis aber auch Knochen und Fleischreste auf den Hauskompost geben – die Folge wäre Rattenbefall!

Zuschlagsstoffe : Düngekalk, Algenmehl, Urgesteinsmehl, Hornspäne

TIPPS:

Material bis zur Stärke eines Daumens wird unzerkleinert auf den Kompost geworfen.

Gröberes Material nicht zu fein häckseln, da der Kompost sonst nicht rottet, sondern fault

Rasenschnitt nie dicker als 20 cm aufbringen, da er zu gären beginnt.

Bei größeren Mengen abtrocknen lassen und mit grobem Material mischen.

Das gehört nicht auf den Kompost : Restmüll, Fleisch, Knochen, Wurstreste, nicht kompostierbare Katzenstreu, Windeln, Staubsaugerbeutel, Kohlenstaub und -asche (schwermetallhältig), Speiseöle und Fette, Flüssigkeiten (Suppen oder Salatsaucen)

KOMPOST - Teil 2

Aufbau – die Mischung macht’s

Die Vielfalt und die richtige Zusammensetzung der organischen Substanzen bestimmen die Geschwindigkeit des Verrottungsprozesses und die Qualität der daraus entstehenden Erde. Je vielfältiger die Mischung aus „grünen“ stickstoffhaltigen und „braunen“ kohlenstoffreichen Pflanzenresten, umso besser die Düngekraft.

Egal ob Miete oder Kompostsilo, der Aufbau funktioniert überall gleich.

Die unterste Schicht sollte aus dünnen Ästen und Reisig bestehen (ca. 10 – 20 cm). Sie sorgt für genügend Luft und verhindert Staunässe. Anschließend schichten Sie gut gemischt grobes und feines Material bis zu einer Höhe von ca. 1 – 1,5 m

Zur Verbesserung des Materials werden dazwischen öfter Gesteinsmehl, Algenkalk und Tiermist oder ersatzweise Hornspäne eingebracht.

Als Impfmaterial dienen alter Kompost bzw. die groben Teile aus fertiger Komposterde. So können die Mikroorganismen sofort wieder mit der Arbeit beginnen.

Ist kein reifer Kompost vorhanden kann Kompostbeschleuniger aus dem Handel eingestreut werden oder folgende Mischung.

TIPP: selbst gemachter Kompoststarter
In zehn Litern warmem Wasser ein Kilo Zucker auflösen und einen Würfel Hefe einrühren. Kurze Zeit stehen lassen und in Löcher gießen, die mit einem Holzstab in den Komposthaufen gebohrt werden

 Jeder Komposthaufen benötigt eine „Haut“

 Am einfachsten verwenden Sie Grasschnitt, die Halme bilden einen dichten Filz, der die Feuchtigkeit im Inneren aufrecht erhält und ein Übermaß an Regen ableitet.

Bewährt hat sich auch Kompostvlies aus dem Handel – die Abdeckung verhindert Unkrautbewuchs und das Auswaschen der Nährstoffe.

Den so aufgesetzten Komposthaufen lassen Sie jetzt mehrere Monate reifen. Ohne umsetzen dauert es ca. 1 Jahr, mit umsetzen ca. 6 Monate bis der Kompost fertig ist.

Eine ideale Bepflanzung für Kompost ist der Kürbis oder auch Zucchini bzw. Gurken. Die Blätter beschatten den Haufen und man kann auch noch köstliches Gemüse ernten.

Komposthaufen melden Probleme sofort!

Der Inhalt ist grau und staubig, zögernde bzw. keine Verrottung

Ursache: Das Material zu trocken und zu locker aufgeschichtet oder zuviel Wasser verdunstet weil der Kompost zu stark erhitzt war
Maßnahmen: Wasserzusatz, aber noch besser umsetzen und evt. feuchtes Material zugeben (z.B. Obst und Gemüse, frischen Rasenschnitt)

Der Inhalt ist faulig, feucht und stinkt (grünlich/schwarze Verfärbung)

Ursache: Kompost ist zu nass, zu feines Material, zuviel Obst und Gemüse - Der Häcksler war zu oft im Einsatz und in der Fäulnis ist alles Leben erstickt
Maßnahmen: umsetzen und mit Gesteinsmehl, Algenkalk und trockenem Material (z.B. Erde, Stroh, Holzasche, Sägespäne) vermischen, mehr grobes Material einbringen

TIPP : Sammeln Sie in einer Ecke des Gartens Strauch und Heckenschnitt, dünne Äste oder auch Stroh. Kann jederzeit mit abgetrocknetem Rasenschnitt vermischt werden!

Im Kompost sind große Löcher

Ursache: Mäuse oder Ratten
Maßnahmen: Sofort umsetzen, keine gekochten Abfälle (z.B. Nudeln, Reis) und keinesfalls Knochen- und Fleischabfälle zum Kompost

Manchmal besuchen auch Nützlinge, wie Igel und Spitzmäuse den Komposthaufen

Der Kompost enthält unerwünschte Wildkrautsamen und Wurzelunkräuter

Ursache: der Kompost wurde nicht ausreichend warm (evt. zu klein)
Maßnahmen: Wildkräuter mit Samen nur in die Mitte des Haufens geben, Komposthaufen höher aufsetzen, damit er die Wärme besser halten kann, stark wachsendes Unkraut erst gar nicht auf den Kompost geben

ACHTUNG: Thujenschnitt ist nur in kleinen Mengen kompostierbar, da Thujen rottehemmende Stoffe enthalten.
Entsorgungsmöglichkeit bei der Kompostieranlage Schnellnberger

Langfristige Abhilfe: nach Möglichkeit heimische Sträucher zu Gartengestaltung verwenden (auch unsere Singvögel freuen sich darüber)

Gespart werden sollte auch mit dem Laub von Eiche, Nuss- und Kastanienbaum, da es sehr viele Gerbstoffe enthält.

Kastanienlaub sollte bei Befall der Kastanienminiermotte überhaupt nicht kompostiert und gemulcht werden, da die Motte im Laub überlebt.

KOMPOST - Teil 3

Wie erkenne ich reifen Kompost?

Fertige Komposterde duftet nach „Walderde“, ist dunkel und feinkrümelig. Die roten Kompostwürmer haben den Kompost verlassen Sie sollte so rasch wie möglich verwendet werden. Wird sie gelagert, muss man sie vor Regen schützen, da sonst die Nährstoffe ausgeschwemmt werden. Junger Kompost ist noch nicht vollständig verrottet, erzielt aber die beste Düngewirkung und sollte wie Stallmist verwendet werden. Das Bodenleben wird stark verbessert. Rohkompost kann schon nach ca. 3 Monaten zum Mulchen verwendet werden.

ACHTUNG. Er sollt nicht direkt zu den Pflanzen ausgebracht werden, da er noch sehr scharf ist

Ausgereifte Komposterde kann das ganze Jahr über zu den Pflanzen gegeben werden. Auf Gemüsebeete kommt der Kompost entweder im Herbst, noch besser aber erst im Frühjahr.

Fertigkompost ist keine Pflanzerde und sollte immer mit Gartenerde oder gekaufter Blumenerde vermischt werden.

 

TIPP: Niemals sollte mehr als ein bis zwei Zentimeter Kompost aufgetragen werden und Nur oberflächlich eingearbeitet werden. Auch beim organischen Düngen gibt es nämlich ein Zuviel.

 

Der Komposttest

Um zu testen, ob Komposterde reif ist, kann man eine Keimprobe durchführen. Kressesamen reagieren rasch auf noch schädliche Substanzen. Keimt die Kresse dicht und grün, ist die Erde fertig. Fallen viele Samen aus, sind die Blätter verfärbt oder verfaulen, muss der Kompost noch nachreifen.

Große weiße Larven sind meist vom Rosenkäfer und ernähren sich von verrottetem Material - sind daher keine Pflanzenschädlinge im Garten. Vorsichtig sollten Sie aber bei Blumenkisten und Trögen sein, dort können Sie sehr wohl das Pflanzenwachstum beeinträchtigen.

Grobes Material ist aber auch meist im fertigen Kompost noch vorhanden (z.B. Holzstücke). Sieben Sie dieses Material heraus geben Sie es zum neuen Komposthaufen– es ist Impfstoff für die neuerliche Rotte!

Wissenswertes zu Tomaten und Chili

Paprika sind eigentlich Chili der Schärfe 0 und sind erst reif, wenn sie einmal die Farbe gewechselt haben.

Sie gehören, wie auch Tomaten, zu den Nachtschattengewächsen und sollten nur in reifem Zustand verzehrt werden.

Keimung bei 25 – 30 °, ca. 6 Tage, Paprika und Chili lieben es warm, ca. 25° Erdtemperatur ist für gutes Wachstum notwendig!
Daher fühlen sie sich besonders in schwarzen Töpfen und Kübeln wohl.

Sie können bis zu ca. 6 Jahren überwintert werden.

Die Schärfe, Capsaicin, löst sich in Alkohol und Fett, aber nicht in Wasser. Daher scharfe Finger oder den Mund mit Öl usw. behandeln.

Die antibakterielle und fungizide Wirkung wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus und löst sozusagen kleine Heileffekte aus, auch wenn die Früchte mild sind.

Verschieden scharfe Früchte auf einer Staude entstehen durch unregelmäßiges gießen.

Bei der Reifung nur mehr wenig gießen!

 

Für Tomatenstauden immer einen luftigen Standort wählen, wo sie gut abtrocknen können.

Je nach Wuchs entgeizen aber nicht die Spitze der Pflanze abbrechen.

Die Braunfäule ist eine extrem ansteckende Pilzerkrankung und überträgt sich durch alle Gartengeräte, Handschuhe, Stützstäbe, usw. auf die neuen Pflanzen.
Daher Rankhilfen und Gartengeräte desinfizieren.

Nicht von oben gießen!

Tomaten lieben Mulche aus Beinwellblättern (Phosphorlieferant)!

BIOLOGISCH GÄRTNERN

Darunter versteht man naturnahes arbeiten im Garten. Dazu gehören richtiges kompostieren der Gartenabfälle, mulchen des Bodens, Mischkulturen und biologische Pflanzenbrühen und Spritzmittel.

Mulchen können Sie z.B. mit Grasschnitt oder Brennnesseln – Beerensträucher lieben es sauer daher Laub oder Rindenmulch (Erdbeeren)

Tomaten mögen gerne die Blätter des Beinwells oder die eigenen Abfälle.

Rosen lieben Teeabfälle.

Brennnesseljauche bzw. Wildkräuterjauche stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten, ist reich an Stickstoff und anderen wertvollen Substanzen, kräftigt das Wachstum.

Bohnen, Erbsen, Zwiebel und Knoblauch sollten Sie jedoch nicht damit düngen.

Herstellung Brennnesseljauche: ein Gefäß (kein Metall) mit frischen Trieben ohne Samen befüllen und mit Regenwasser aufgießen. Während der Gärung von 10 – 14 Tagen in der Wärme offen stehen lassen, und öfters umrühren. Baldrianblütenextrakt oder Steinmehl vermindern den Geruch.

Die Jauche immer 1:10 verdünnen!

Wildkräuterjauche wird ebenso hergestellt. Sie können dazu folgende Pflanzen verwenden:

Beinwell, Wurmfarn (Insektenabwehr), Schafgarbe(Heilkraft), Hirtentäschlkraut, Löwenzahnblätter, Schnittlauch (pilzhemmend).

Schachtelhalmbrühe stärkt gegen Pilze. Vorbeugend mehrere Male von Frühjahr bis Sommer auf die Pflanzen sprühen. Erdbeeren direkt in die Blüte gegen Grauschimmel.

150 g getrocknetes Kraut oder 1 kg frisches Kraut für 10 l Wasser.

Kraut 24 Stunden in kaltem Wasser ansetzen, aufkochen und 30 min schwach sieden lassen, abkühlen, durchsieben und 1:5 mit Wasser verdünnen.

Wermuttee gegen Raupen, Läuse und Milben.

30 g getrocknetes oder 300 g frisches Kraut für 10 l Wasser

Wermut mit kochendem Wasser überbrühen, 10 – 15 min ziehen lassen und auf 10 l auffüllen.

Im Frühling unverdünnt ausbringen, im Sommer 1:3 verdünnen.

Magermilchbrühe hilft vorbeugend gegen Pilzkrankheiten speziell bei Tomaten

 ¼ l Magermilch mit 2 l Wasser gut vermischen und 1 x wöchentlich gegen Blattfleckenkrankheit und Krautfäule spritzen.

Steinmehl direkt auf die Blattspitzen verstäubt vertreibt Blattläuse!

 

Diese Tipps stammen aus zwei Kurzvideos von Marie-Luise Kreuter über biologischen Pflanzenschutz.

Wer Interesse hat kann des kostenlos für eine Woche ausleihen.

Den Einsatz von 15 € erhalten Sie bei Rückgabe des Videos innerhalb einer Woche zurück.

Jede weitere Woche kostet 5 €!

MOOS IM RASEN

Unsere Winter sind für den Rasen immer wieder eine Belastungsprobe, so dass er im Frühjahr möglicher Weise weit von dem Erscheinungsbild entfernt ist, das an einen Englischen Rasen denken lässt. Unter anderem sehen wir vielleicht Moospolster in der Rasenfläche.

Jetzt einfach einen Moosvernichter auszubringen, wäre nur eine sehr kurzfristige, kosmetische Verbesserung. Schon nach wenigen Wochen würde sich nach dieser Behandlung neuerlich Moos entwickeln. Der Rasen wird nur dann moosfrei bleiben, wenn die Ursachen beseitigt werden. Moos wächst immer dort, wo andere Pflanzen nicht mehr ausreichend versorgt sind. Moosbildung ist also immer ein Anzeichen dafür, dass der Boden nicht in Ordnung ist. Sehr oft hat das Auftreten von Moos mehrere Ursachen:

Saurer Boden

Rasengräser gedeihen am besten in neutralen Böden, das heißt bei einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5. Ist der Boden zu sauer, kann das Moos den Rasen verdrängen und immer größere Flächen überziehen. Nur vereinzelte Grashalme ragen aus der Moosfläche. Die Abhilfe ist einfach: Im Spätherbst und im zeitigen Frühjahr wird mit Düngekalk (30 bis 50 Gramm pro Quadratmeter) gedüngt.

 Düngermangel

Düngermangel ist die häufigste Ursache. Schöner Rasen braucht viel Stickstoff. Er wird in den Spitzen der Grashalme gespeichert und diese werden immer wieder abgemäht. Gut gedüngte, das heißt mit langsam wirkenden Rasenspezialdüngern gedüngte Rasenflächen, sind gleichmäßig grün und dicht. Sie müssen auch nicht, wie man vielleicht befürchtet, öfter gemäht werden. Oftmaliges Mähen ist nur bei Verwendung von landwirtschaftlichen Düngern erforderlich, denn diese bewirken Stoßwachstum.

Dichter Rasen lässt kein Moos aufkommen. Rasenflächen sollten zweimal jährlich, einmal zu Beginn des Wachstums im März/April und ein zweites Mal Ende Juni/Anfang Juli gedüngt werden.

Schattige Flächen

Rasengräser sind Lichtpflanzen und können im Schatten nicht richtig gedeihen. Die Folge: Unkräuter und Moose gewinnen die Oberhand. Im Halbschatten kann „Schattenrasen“ gesät werden. Lässt sich der Schatten nicht durch Auslichten der Bäume aufhellen, sollte die Rasenfläche mit schattenverträglichen winterharten Blumen zu einer attraktiven Grün- und Pflanzfläche umgestaltet werden.

Luftarmer, verdichteter oder nasser Boden

Schwere, lehmige Böden neigen zum Verdichten. Auch das Befahren mit Baufahrzeugen oder starke Beanspruchung durch Sport und Spiel verursachen Bodenverdichtung. In solchen verdichteten Böden ist der notwendige Luftaustausch nicht mehr möglich. Das bedingt, dass die Rasenwurzeln zu wenig Sauerstoff bekommen, was auch passieren kann, wenn der Boden über längere Zeit sehr nass ist.

Durch Vertikutieren und nachfolgendes Sanden wird das Problem gelöst. Zum Sanden sollte allerdings ausschließlich Quarzsand verwendet werden. Lehm- und kalkhältiger Sand verdichtet nach kurzer Zeit von neuem.

Rasenfilz oder zu niedrige Schnitthöhe

Wenn  der Rasen zu tief gemäht wird, kann er sich nicht richtig entfalten. Er wird schütter und Moos und Unkräuter setzen sich durch. Gleiches passiert, wenn sich Rasenfilz bildet. Der Rasenmäher sollte auf eine Schnitthöhe von zwischen 4,5 und 6 cm eingestellt werden.

Wenn wir nun nach den langen kalten und nassen Wintermonaten feststellen, dass sich Moos gebildet hat, wäre der März/April die richtige Zeit zum Vertikutieren. Der Vertikutierer wird dafür hoch eingestellt.

 

So wird der Rasen wieder fit und moosfrei

 

Ist das Moos schon stark verbreitet, müssen die Ursachen behoben und der Rasen in drei Schritten wieder fit gemacht werden:

Tief mähen und Moos vernichten

Normalerweise wird Moos zwischen Mai und August bekämpft. Wenn sich das Moos allerdings den Winter über sehr stark vermehrt hat, macht es auch früher Sinn. Beim zweiten oder dritten Rasenmähen wird ganz kurz gemäht. Anschließend erfolgt die chemische Bekämpfung nach Gebrauchanweisung. Achten Sie dabei auf Stein- und Betonplatten, sie können vom Moosvernichter „Rostflecken“ bekommen, die nur schwer mit einer 10 %-igen Salzsäurelösung, wieder zu entfernen sind.

Vertikutieren

Das nächste Mal wird der Rasen 10 bis 14 Tage nach der Moosbekämpfung gemäht. Das Moos ist bis dahin braunschwarz und abgestorben. Nach dem Mähen wird vertikutiert.

Zwischensaat und Düngung

Nach dem Entfernen der Moosreste wird die Rasennarbe dünn sein. Damit sich der Rasen rasch regeneriert, kann statt der Frühjahrsdüngung ein Rasenstartdünger verwendet werden. Ist der Rasen nicht nur dünn, sondern auch lückenhaft, ist eine Rasennachsaat zu empfehlen. Bei den nächsten Mähgängen nicht unter 4,5 cm mähen und nur mit scharfem Messer, damit die jungen Graspflanzen nicht ausgerissen werden. Schon bald wird man Sie um Ihren dichten, saftig grünen Rasen wieder beneiden.

Quelle: Gartenpost Halbartschlager

WISSENSWERTES ÜBER KRÄUTER

WERMUT

Standort:
auf trockenem, alkalischem Boden, auf Schuttplätzen, an Wegen, Sonne bis Halbschatten, an Felsen, Weinbergen, Flusskies und Wegrändern

Sammelzeit:

Juni bis August 

Verwendete Teile:

das getrocknete Kraut, das sind die oberirdischen Teile der Pflanzen, wie Blätter, Blüten und nicht zu dicke Stängel

Wirkungsweise:

schweißtreibend, harntreibend, keimtötend, menstruationsregulierend, magenstärkend, blutstillend, anregend für Galle und Leber

Konservierung und Aufbewahrung:

Oberen Teile des Krautes abschneiden, in Bündeln im Halbschatten aufhängen, das trockene Kraut in Säckchen oder anderen Gefäßen aufbewahren

Überlieferte Heilanzeigen:

bei Magen-, Darm- und Galleerkrankungen, regt den Stoffwechsel an, kräftigt die Verdauungsorgane, mobilisiert Abwehrkräfte.

Anwendungen:

innerlich und äußerlich

Tee: 1 TL. Kraut und ¼ l kochendes Wasser 10 min ziehen lassen. Kurmäßig, nicht länger als drei Wochen, 3 x täglich eine Tasse oder als Tinktur ca. 25 Tropfen auf ein Glas Wasser

Wermutpulver: getrocknete Blätter fein zerreiben, in Wasser oder Wein 3 x täglich genommen gibt Kraft und steigert die Lebensfreude.

Tee, Tinktur und Pulver bei Regelschmerzen verstärkt zwar vorübergehend die Blutung, lindert jedoch Krämpfe.

Nach starkem Blutverlust öfters ein Glas Wermutwein!

Bei Entzündungen, Rheuma, unreiner Haut Kompressen von Tee oder Tinktur

Frischer Wermutsaft vertreibt Spulwürmer.

Wermutöl: 1 Teil Wermutsaft und 2 Teile Olivenöl 10 Tage in einer braunen Flasche in die Sonne stellen. Bei Lungenleiden immer nur einige Tropfen verreiben und immer an einer anderen Stelle!

Nebenwirkungen:

Wermut ist sehr bitter (sogar über die Muttermilch) und sollte daher von Stillenden gemieden werden. Personen die unter saurem Aufstoßen und Sodbrennen leiden, verzichten besser auf Wermut


RINGELBLUME

Standort:

auf allen Gartenböden, als Beet, Topf oder Balkonpflanze

Verwendete Pflanzenteile:

ganze Blüten, die meiste Heilkraft steckt in den schmalen Zungenblüten, die den Blütenboden umkränzen

Sammelzeit:

Juni bis Ende August, Blüten ohne Stängel an sonnigen Tagen um die Mittagszeit, nach Regen einige trockene Tage abwarten

Wirkungsweise:

antiseptisch, bakterizid, entzündungshemmend, wundheilend

Überlieferte Heileinzeigen:

innerlich und äußerlich: beugt Wundliegen vor, wirkt positiv auf Magen, Darm, Galle, Leber, Blase und Gebärmutter und bei Infektionen (Grippe, Herpes, …).

Bei rauer, rissiger, verletzter oder entzündeter Haut, bei Nagelbett-, Brustdrüsen-, Bindehaut-, Mund-, Rachen- und Augenentzündung, bei allen schlecht heilenden Wunden, Geschwüren, Quetschungen, Verbrennungen, Ekzem, Furunkel, Abszess, Hämorrhoiden, Warzen, Akne, Krätze, Krampfadern, Risse und Krusten in der Nase, trockene Lippen, Fußpilz. Wunde Kinderhintern heilt sie sanft.

Ringelblumen mit Milch abkochen und regelmäßig trinken – hilft bei nervösem Magen!

Anwendung:

Salbe: 2 – 3 EL Schweinefett erhitzen, 1 Handvoll Blütenköpfe oder Zungenblüten zugeben, langsam aufkochen, über Nacht stehen lassen; am folgenden Tag das Fett erwärmen bis es flüssig ist, abseihen – evt. Vorgang mit frischen Blüten wiederholen (verstärkt die Inhaltsstoffe) – in kleine Dosen oder dunkle Gläser füllen und kühl aufbewahren.

Wirkt hervorragend für eine schöne Narbenbildung!

Tinktur: Für Umschläge und Bäder

1 Handvoll frischer Blüten in eine Flasche füllen, ½ l Weingeist aufgießen und 4 – 6 Wochen in die Sonne stellen, ab und zu schwenken, abseihen und in dunkle Flaschen füllen. Zum Einreiben bei Quetschungen und Zerrungen, Wunden, Blutergüssen.

Tee: frische Blüten oder 1 Teelöffel getrocknete, 2 – 3 Teelöffel frische Zungenblüten mit ¼ l kochendem Wasser überbrühen, 10 min. ziehen lassen. Bei Menstruationsbeschwerden eine Woche vor Beginn täglich 2 – 3 Tassen trinken.


JOHANNISKRAUT

Standort:

an Wald- und Wegrändern, Wiesen und sonnigen Plätzen

Verwendete Pflanzenteile:

frische Triebe des oberen Pflanzendrittels, die mit Öldrüsen versehenen Blätter, Blüten und blühende Triebspitzen

Sammelzeit:

Juni – August (24. Juni ist Johannistag)

Wirkungsweise:

nervenberuhigend, antidepressiv, entzündungshemmend, reizlindernd, wundheilend, kreislaufanregend, menstruationsfördernd, schmerzlindernd, galletreiben

Überlieferte Heilanzeigen:

inner- und äußerlich: bei psychovegetativen Störungen, depressiven Verstimmungen, Nervenentzündungen, nervöser Unruhe, Bettnässen, Nachtwandeln, unregelmäßiger Periode, Angstzuständen, Stoffwechsel- und Kreislaufstörungen, reißenden Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, bei chronischen Entzündungen des Magens, Darms, der Leber und Galle

äußerlich als Öl: bei verschmutzten und schlecht heilenden Wunden, bei Geschwüren, Verbrennungen und Sonnenbrand auch bei Nervenentzündungen, Hexenschuss, Rheuma, Gicht, Verstauchungen, Blutergüssen und ausstrahlenden Schmerzen

Anwendung:

Saft (besonders wirksam): aus der frisch blühenden Pflanze pressen, mehrmals täglich 1 Esslöffel mit 6-facher Menge Wasser oder Kamillentee trinken.

Tee: 2 KL (3 g) des Krautes (Blüten, Blätter ohne Stängel) mit ¼ l Wasser überbrühen, 10 min ziehen lassen, abseihen, täglich 2 Tassen schluckweise trinken

Öl: 25 g frische Blüten mit ½ l Olivenöl in einem Glas oder Flasche ansetzen, verschließen und 10 – 14 Tage in die Sonne stellen, Blüten abseihen und mit frischen Blüten nachfüllen bis eine tiefrote Farbe wird.

Nebenwirkungen:

lichtempfindlich, nach Anwendungen (auch bei Teekuren) pralle Sonne meiden!

Beruhigungstee:

25 g Johanniskraut, 20 g Melisse, 20 g Hagebutten, 10 g Hopfenzapfen 2 TL mit ¼ l Wasser 15 min. ziehen lassen, bei Bedarf täglich 2 Tassen trinken.

BAUMANSTRICHE

Sie verhindern, dass an zu warmen Wintertagen der Saft in den Stamm hochsteigt und bei anschließendem Nachtfrost gefriert. Besonders junge Bäume mit dünner Rinde sind in unseren Lagen gefährdet. Die Rinde am Stamm reißt auf, der Stamm trocknet aus und die Saftführung zur Krone wird unterbrochen. Außerdem bietet eine rauhe, aufgesprungene Baumrinde Unterschlupf für Schadinsekten.

Abhilfe schafft hier ein Baumanstrich im Herbst, der den Baum schützt. Ein selbstgemachter Lehmanstrich oder Fertigprodukte bieten Schutz über den ganzen Winter.

Wichtig: Stamm und dicke Äste vorher mit einer Drahtbürste von Flechten und trockenen Rindenteilen säubern.

Lehmanstrich: Zu gleichen Teilen Kuhfladen und Lehm mit Molke anrühren und über Nacht stehen lassen.

Kalkgemisch: 10 l Wasser mit 3 kg eingeloschenem Kalk und 1 kg Kaltleim vermengen.

ALLGEMEINES ZUM ROSENSCHNITT

Die ROSE war heuer bei vielen Gartenveranstaltungen ein wichtiges Thema. Vielleicht hatten Sie die eine oder andere Gelegenheit, sich mit dieser wunderbaren Pflanze anzufreunden oder genaueres über Schnitt und Pflege zu erfahren.

Unzählige Rosenarten verschönern unsere Gärten und man kann nicht alle Sorten gleich behandeln. Es gibt aber Grundregeln, die für das Beschneiden aller Rosensorten gelten:

1)
Nehmen Sie immer eine scharfe Gartenschere und ein scharfes Messer, da ein ausgefranster Schnitt durch stumpfe Werkzeuge der Grund für das Absterben eines Triebes sein kann (a). Der Schnitt soll nicht mehr als 5 mm oberhalb des Auges sein und soll leicht schräg vom Auge abfallen (b) Wenn Sie zu hoch schneiden, stirbt der Trieb ab (c), ein zu tiefer Schnitt kann das Auge beschädigen oder Krankheitskeime können eindringen (d). Durch einen Schnitt in die falsche Richtung sammelt sich Feuchtigkeit im Auge (e).

2)
Schneiden Sie bis in gesundes Holz zurück. Wenn das Mark braun ist, schneiden Sie so weit zurück, bis Sie auf gesundes weißes Mark stoßen.

3)
Schneiden Sie oberhalb eines nach außen zeigenden Auges, um der Pflanze eine offene Mitte zu verschaffen.

4)
Starke moderne Rosensorten entwickeln nach dem Schnitt oft zwei oder drei Triebe aus einem Auge. Nehmen Sie die schwächeren vorsichtig mit dem Daumennagel ab, lassen Sie immer nur einen Trieb wachsen.

5)
Schneiden Sie alle toten und beschädigten Zweige und alles schwache und dürre Holz aus. Das kann bedeuten, dass Sie bis zur Basis zurückschneiden müssen oder bei Seitentrieben bis zur Gabelung mit einem gesunden Zweig.  Wenn sich zwei Zweige kreuzen, dann schneiden Sie den einen unterhalb des Kreuzungspunktes ab. Bei Strauch- und Kletterrosen ist das nicht immer leicht, aber wo immer es möglich ist, sollten Sie zumindest verhindern, dass Zweige gegeneinander reiben.

6)
Halten Sie Zwischenräume zwischen den Zweigen, damit die Luft durch die Pflanzen zirkulieren kann und das Licht alle Blätter erreicht. Das verringert die Anfälligkeit gegen Krankheiten, wie Sternrußtau, Mehltau oder Rost, die sich alle bei stehender Luft entwickeln.

7)
Verbrennen Sie die abgeschnittenen Zweige, um die Verbreitung von Krankheiten zu vermeiden.

Die genaue Zeit des Schneidens richtet sich nach der jeweiligen Rosensorte. Der Winterschnitt wird am besten zwischen Mitte Februar und Mitte März vorgenommen, je nach Lage und Witterung. Häufen Sie nach dem Winterschnitt eine Mulchdecke aus gutem Kompost oder Dung um die Rose. Der Schnitt bewirkt ein konstantes Wachstum junger, starker Triebe, aber nur, wenn auch ausreichend Dünger für sie vorhanden ist. In manchen Jahren können Frostschäden entstehen. Wenn neue Triebe vom Frost zerstört sind, müssen die Haupttriebe bis zu noch ruhenden Augen zurück geschnitten werden.

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Thymian

Ob Heilkräuter, Küchenkräuter oder Wildkräuter – jede Pflanze hat bestimmte Wirkstoffe, die unserem Körper guttun oder sogar heilen. Hier ein kleiner Auszug aus dieser Kräutervielfalt.

Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion. Die ausdauernde Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten und duftet würzig vor sich hin. Im Sommer lässt er kleine zartrosa Blüten sprießen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten.
Die kleinen Blätter lassen sich ziemlich leicht vom holzigen Stängel rebeln und als Küchengewürz oder Tee verwenden. Povencalische Kochrezepte kann man sich ohne Thymian kaum vorstellen. Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine größte Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane. Außerdem hilft Thymian bei verschiedenen Beschwerden in der Frauenheilkunde und hat beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Die heimische Wildform des Thymians ist der Quendel oder auch Feldthymian.

Tee: Einen gestrichenen Teelöffel Kraut mit ¼ l kochendem Wasser übergießen und 5 min ziehen lassen.- Erleichtert das Abhusten von Schleim bei Erkältungskrankheiten.

Quendelkekse (Gedächtniskekse): 500 g Dinkelfeinmehl, 100 g gemahlene Mandeln, 200 g Butter, 1 TL Salz, 1 EL Quendelpulver, 2 Eier, 50 ml Wasser
Alle Zutaten zu einem eher feuchten Mürbteig kneten und einige Stunden rasten lassen. Den Teig ausrollen, Rhomben schneiden, auf ein gefettetes Blech legen, mit Wasser besprühen und mit Sesam oder Mohn bestreuen. Bei Umluft ca. 20 min backen.

Für die süße Variante nimmt man weniger Salz, dafür 125 g feinen Rohrzucker - ohne Sesam und Mohn. Diese Kekse sind ein pikantes Knabbergebäck

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Salbei

Salbei - Die bekanntesten Einsatzgebiete des Salbeis beruhen auf seiner schweißhemmenden Wirkung und den Heilkräften gegen Halsschmerzen.
Doch der Salbei kann viel mehr. Man kann ihn gegen fast alle Erkrankungen einsetzen, sagt zumindest der Volksmund.
Als Tee kann man den Salbei gegen Halsentzündungen aller Art trinken oder gurgeln. Er hilft auch gegen Zahnfleischentzündungen, Husten und andere Erkältungserscheinungen.
Sänger und Sprecher können den Salbeitee gegen Heiserkeit und Kehlkopfentzündung anwenden.
Der Salbeitee hilft auch bei der Verdauung, er stärkt den Magen und regt die Verdauungstätigkeit an. Er fördert den Stoffwechsel und hilft auch dabei Übergewicht abzubauen.
Bei zu starkem Schwitzen hemmt Salbeitee die Schweißbildung. Diese Fähigkeit kann man beispielsweise in der Pubertät nutzen, oder auch während der Wechseljahre, wenn man durch die Hormonumstellung zu Hitzewallungen und Schweißattacken neigt. Auch Nachtschweiß kann man mit Salbeitee lindern.

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Lavendel

Lavendel - Der wohlduftende Lavendel erinnert an Südfrankreich, wo er auf großen Feldern gedeiht. Dort riecht die ganze Gegend nach Lavendel.
In unseren Breiten wird er gerne in den Gärten angepflanzt, weil er nicht nur gut duftet, sondern auch hübsch aussieht.
Der Duft von Lavendel beruhigt, reinigt und wirkt auf vielfältige Weise heilsam auf den Menschen.
Besonders bewährt ist er bei unruhigen Babys und deren Problemen. Hier kann ein Lavendelkissen Wunder wirken. Auch folgendes Kräuterkissen fördert unseren Schlaf – Lavendelblüten, Hopfenblüten und Zitronenmelisse.
Außerdem vertreiben Lavendelkissen Kleidermotten, wenn man sie in Schränke legt.
Mit Lavendelkrauttee die Haare spülen – hält Kopfläuse ab!
Lavendelkrautöl gegen Gelsen und Läuse.
Im Badewasser hilft Lavendel beim Entspannen.
Butter mit frischen Lavendelblüten gibt ein hübsches Bild am Tisch – noch bunter wird es wenn mach noch Ringelblumen-Blütenblätter dazu mischt oder andere essbare Blüten.

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Ysop

Ebenfalls verwandt mit Thymian und Salbei ist der Ysop.
Ysop kann man als Tee einzeln oder zusammen mit anderen Kräutern in Mischungen trinken.
Auch in der Küche kann man Ysop als aromatisches Würzkraut einsetzen. Da er recht kräftig schmeckt, reichen wenige Blättchen, um den Ysopgeschmack zu verbreiten. Er eignet sich für Salate, Tomaten, Topfen, Braten und Soßen.
Ysop in den Garten zu setzen, ist schon wegen seiner schönen blauen Blüten ein Genuss.
Ysop senkt Cholesterin und wirkt beruhigend. Stellen Sie einen Zweig in die Vase am Tisch- wirkt beruhigend für unruhige Kinder.

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Oregano / Dost

Dost ist den meisten von uns unter dem Namen Oregano, vor allem als Gewürz auf der Pizza, bekannt und unentbehrlich.
Kaum jemand weiß, dass die Pflanze auch in unseren Breiten wild in der Natur vorkommt und dass sie außer Gewürz- auch eine Heilpflanze ist.
Schmetterlinge und andere Insekten sind ganz begeistert von den Blüten des Oreganos und laben sich zahlreich an ihnen. So leistet der Dost einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Insektenvielfalt.

Kräuterwissen - Heilkraut und Würze - Majoran

Majoran ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Er kommt meistens nicht wild, sondern nur kultiviert vor.
Der Majoran wird vorwiegend als Gewürz in der deftigen Küche verwendet. Hier hilft er schwere, fette Speisen zu verdauen, denn er stärkt die Verdauungsorgane. Er hilft gegen Blähungen, Appetitlosigkeit und Krämpfe der Verdauungsorgane.
Außerdem stärkt er die Menstruation und hilft gegen Erkältungen.
Äußerlich angewandt kann er nicht nur die Hautheilung fördern, sondern auch Kopfschmerzen lindern.
Auch gegen See- und Reisekrankheit kann man ihn verwenden.
Man kann den Majoran zusammen mit dem Essen einnehmen, oder man brüht sich einen Tee auf oder nimmt ihn als Tinktur.